Jürg Graser

werk, bauen + wohnen, 2001, Nr. 1–2

Bauen in der Region Biel–Jura­südfuss–See­land

Wie ein mächtiger Türhüter am östlichen Stadteingang baut sich die hölzerne Masse des Schulhauses inmitten einer undezidierten suburbanen Gewerbezone auf – ein städtebauliches Zeichen an der Landstrasse. Massstab und Stellung tragen zum plausiblen neuen räumlichen Kontext der alten Schulbauten bei. Von der Präsenz des Holzes gefangen genommen, wird der Besucher in eine Diskussion voller Thesen und Argumenten über Materialität, Tektonik und Raum verwickelt, Themen, die über die Belange des Holzfaches hinausweisen: auf Semper und die Theorie der Architektur schlechthin.